Kritik der Organisatoren an RWE wegen irreführendem Kinospot
(PE 17.04.2010) Die letzten Vorbereitungen für den Anti-Atom-Großprotest in Biblis am kommenden Samstag, den 24. April laufen auf Hochtouren. Inzwischen sind 40 Busse, ein Sonderzug sowie zahlreiche Radtouren nach Biblis bestätigt, täglich kommen neue Meldungen hinzu. Auch die Zahl der Unterstützer ist in den letzten Tage weiter angewachsen auf gut 140 Initiativen, Umweltgruppen, Gewerkschaften und Parteien. Der geplante Anti-Atom-Protest steht damit auf breiter gesellschaftlicher Basis.
Vor dem Hintergrund der anstehenden Umzingelung kritisieren die Organisatoren einen im Kino gezeigten Werbespot der RWE als grob irreführend: "Es ist ein unredlicher und dazu äußerst peinlicher Versuch, mit Hilfe des über ein Jahr lang abgeschalteten Schrottreaktors Biblis den Eindruck einer Stromlücke zu erwecken", erklärte Dieter Kaufmann von der Pressegruppe der Anti-Atom-Umzingelung. Der Werbespot zeigt einen schwarzen Hintergrund, aus dem Off eklärt ein Sprecher: "Für großes Kino braucht man eine sichere Energieversorgung. Das macht Biblis"
Unmittelbar nachdem RWE Block A des Atommeilers im März 2010 wieder angefahren hatte, wurde die Leistung auf 40 bis 50 Prozent reduziert. Mit diesem Kniff kann der älteste noch in Betrieb befindlicher Pannenreaktor länger in Betrieb bleiben als bisher vorgesehen. Auch der Reaktor Neckarwestheim I ist derzeit alleine wegen Tricksereien des Betreibers EnBW am Netz, die Pannenmeiler Brunsbüttel und Krümmel stehen seit zwei Jahren wegen gravierender Sicherheitsmängel still.
Die Anti-Atom-Umzingelung am 24. April wird den deutlichen Willen der Bevölkerung zeigen, dass die sofortige Stilllegung der Atomkraftwerke in Biblis überfällig ist, so die Organisatoren. Die Proteste werden organisiert unter anderem von Anti-Atom-Initiativen aus Hessen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg sowie dem Umweltverband BUND. Alle Informationen zum Ablauf oder der Anreise zur Anti-Atom-Umzingelung finden Sie unter http://www.anti-atom-umzingelung.de/
Die Demonstration findet in Abstimmung mit den weiteren Aktivitäten zum Tschernobyl-Jahrestag statt. Am 24. April werden auch am nordrhein-westfälischen Zwischenlager in Ahaus Atomkraftgegner demonstrieren, in Norddeutschland findet eine 120 Kilometer lange Menschenkette zwischen den AKW Krümmel und Brunsbüttel statt. In der kommenden Woche startet am 21. April aus Gorleben ein Traktoren-Treck zum AKW Krümmel.
Hintergrundinfos:
Zum Kinospot von RWE: http://www.youtube.com/watch?v=KenCjS0-BOM
Pressekontakte der Anti-Atom-Umzingelung:
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Matthias Weyland: Tel.: 0163-7758838
Dr. Michael Wilk: Tel.: 0171-4548280
Erhard Renz: Tel.: 0172-1387869







