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[Suedwestinfo] Urantransporte stoppen statt verharmlosen!

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Nach einem glimpflich verlaufenen Urantransporter-Unfall am 12.10.2010
auf der A 1 bei Mehring:

Pressemitteilung - 15.10.2010 - Stop Bure Trier
c/o Antiatomnetz Trier Friedens- & Umweltzentrum, Pfützenstr. 1 54290 Trier

Urantransporte stoppen!

*Urantransporte nicht verharmlosen, wichtig für Betrieb von
Atomkraftwerken!
Protest gegen Atomkraft nehmen zu: Montagsspaziergänge (18.10. ff), am
23.10. Strecken­aktionstag, und Anfang November bundesweit gegen
Castortransporte nach Gorleben.*

”Die Urananreicherung weltweit muss endlich gestoppt werden, damit keine
gefährlichen Urantransporte mehr stattfinden“ so Stop Bure Trier, einer
Anti-Atom-Initiative, die sich besonders gegen das Atom­müll­projekt im
benachbarten Bure in Lothringen engagiert. „Die Urantransporte sind
nicht so harmlos wie Presseverlautbarungen glauben lassen. Die Folgen
eines Unfalls könnten verheerend sein: Wenn das Uranhexafluorid mit Luft
in Berührung kommt, wird es sofort zu Flusssäure - diese ist ätzend und
hoch giftig. Alle Anwohner müssten sofort evakuiert werden. Ganz zu
schweigen von der Radioaktivität, die auch ohne Unfall ein
gesundheitliches Risiko darstellt. Diese Transporte sind eine Gefahr für
Anwohner und Verkehsteilnehmer!"
„Die meisten Anwohner ahnen nicht, dass in ihrer unmittelbaren Nähe
radioaktives und hoch­gefährliches Material vorbeigefahren wird. Statt
zu verharmlosen muss den Menschen der atomare Alltag in der Region und
die Gefahr, die davon ausgeht, vor Augen geführt werden."
Das Uranhexafluorid stammt meist aus der Atomfabrik im südfranzösischen
Pierrelatte. Von dort aus wird es z.B. über Lyon, Perl-Apach, Trier,
Koblenz, Bonn, Köln und Düsseldorf nach Gronau gebracht und
angereichert. Dann können daraus Brennstäbe für den Betrieb von
Atomkraftwerken hergestellt werden. Entlang der gesamten Atomspirale
entsteht Atommüll, dessen Lagerung nach wie vor unge­klärt ist. Die
Produktion des „unlösbaren Atommüllproblems" wollen die
Atomkraft­gegnerInnen im Keim ersticken und fordern die sofortige
Stillegung aller Atomanlagen. Zu diesem Zweck finden immer wieder
Proteste an der Transportstrecke statt.
Demnächst wird das Ende der Atomspirale, also der hochradioaktive Müll
durch die Lande nach Gor­leben geschickt - am 23.10.2010 finden dazu im
Rahmen des Streckenaktionstages bundesweit Pro­teste statt, die von den
Trierer Atomkraftgegnern unterstützt werden. Zudem finden in vielen
Städten Rheinland-Pfalz Montags­spaziergänge gegen Atomkraft statt. In
Trier ist Treffpunkt um 17.30 Uhr im Palastagarten am Tiez-Brunnen.

Weitere Informationen:

* Streckenaktionstag: www.castor-strecken-aktionstag.de/
* Montagsspaziergänge gegen Atomkraft in RLP: www.montagsspaziergang.de
* Allgemein gegen Atomkraft und Castor: www.castor.de
* Antiatomnetz Trier c/o www.maus-trier.de



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