http://www.ww-kurier.de/artikel/9853-friedlicher-protest--montagsspaziergang-gegen-atomkraft
11.10.2010
Friedlicher Protest: Montagsspaziergang gegen Atomkraft
Rund 200 Atomkraftgegner trafen sich am Montagabend auf dem Alten Markt
in Hachenburg, um für einen Atomausstieg zu werben. BUND und NABU
hatten zu dem Montagsspaziergang aufgerufen. Neben Ansprachen der
Organisatoren marschierte die Menge friedlich vom Alten Markt über den
Parkplatz der Westerwaldbank zur Bushaltestelle bei der Kreissparkasse.
Von nun an soll jeden Montag ein Spaziergang stattfinden.
Hachenburg. In der Frage für oder gegen Atomkraft scheiden sich die
Geister. Gefährlich sind Atomkraftwerke, doch noch erzeugen sie jedes
Jahr viel mehr Strom als erneuerbare Energien. Gegen Atomkraftwerke
sprechen sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND),
der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und die Grünen aus. Sie riefen
unter dem Motto „Global denken – regional handeln“ zu einem ersten
Montagsspaziergang durch die Hachenburger Innenstadt auf. Gefolgt waren
dem Aufruf rund 200 Menschen, die sich gegen 17.30 Uhr am Alten Markt
trafen. Viele hatten Transparente mitgebracht, die für einen Ausstieg
aus der Atomkraft warben. „Atomkraft – nein danke“, das konnte man auf
vielen Plakaten lesen. Einige kritisierten auch die schwarz-gelbe
Atompolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Roger Best, Koordinator des NABU Westerwald, begrüßte auf dem Alten
Markt die Demonstranten. Jeden Montag wolle man sich nun treffen, um
der Bevölkerung und auch der Politik die Nachteile der Atompolitik
näher zu bringen und ihnen zu verdeutlichen, wie wichtig ein Umdenken
in Energiefragen sei. Gleichzeitig übte Best einige Parolen mit den
Demonstranten ein, wie „Atomkraftwerke – abschalten“ oder „Energiewende
– jetzt“. Anschließend marschierten die rund 200 Demonstranten auf den
Parkplatz der Westerwaldbank am Neumarkt. Dort versuchte Harry Neumann,
Organisator des NABU, in seiner Ansprache den Demonstranten mit
aktuellen Fakten klar zu machen, wie wichtig eine neue Energiepolitik
sei. „Der Klimawandel ist die größte Herausforderung des 21.
Jahrhunderts“, so Neumann. „Es ist nicht zu verantworten, dass wir der
nachfolgenden Generation eine solch große Hypothek überlassen.“ In
ähnlichen Tönen äußerte sich seine Nachrednerin Anne Neuhof, Sprecherin
des Kreisvorstandes von Bündnis‘90/Die Grüne aus Altenkirchen. Sie
verdeutlichte vor allem, wie teuer Atomkraft sei und mit welch hohen
Subventionen sie gefördert würde. Zu den letzten Reden marschierte die
Menge weiter zur Bushaltestelle an der Kreissparkasse.
Von nun an wollen sich die Atomkraftgegner jeden Montag um 17.30 Uhr am
Alten Markt in Hachenburg zu einem Montagsspaziergang treffen. Die
Kundgebung dauert jeweils bis 18.30 Uhr. Weitere Informationen gibt es
unter AntiAtomNetz Koblenz/Nördliches Rheinland-Pfalz oder bei Harry
Neumann (NABU, 02626-926441, E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
) und Ute
Beckhaus (BUND, 0 26 80 / 706, E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
). (jut)
Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines
der Bilder):
_______________________________________________
Suedwestinfo Mailingliste
JPBerlin - Politischer Provider
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
https://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/suedwestinfo
| < Zurück | Weiter > |
|---|







